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Eselsburger Tal

Naturschutzgebiet Eselsburger Tal

In Herbrechtingen befindet sich das Eselsburger Tal, eines der landschaftlich großartigsten Flußtäler auf der sonst eher wasserarmen Ostalb.

Die Brenz umfließt dort in einer 5 Kilometer langen Schleife den Umlaufberg Buigen (von „biegen“).

Auf halbem Weg durch das Tal liegt der Weiler Eselsburg, dem das Tal seinen Namen verdankt.

Besonders sehenswert sind die Wacholderheiden, Felsen und Feuchtgebiete sowie die Hangwälder zur Blütezeit von Schneeglöckchen, Märzenbecher, Leberblümchen und Lerchensporn.

Das Gebiet wurde 1983 vom Regierungspräsidium Stuttgart mit einer Fläche von 318 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Schutzzweck ist die Erhaltung der vielfältigen Lebensräume für eine große Anzahl von Tier- und Pflanzenarten. Im ganzen wurden über 640 Blütenpflanzen- und Farnarten entdeckt, und mehr als 80 Vogelarten brüten im Eselsburger Tal.

Es gibt im Eselsburger Tal 13 Kulturdenkmäler mit wertvollen Zeugnissen aus der Vor- und Frühgeschichte. Unter anderem die Eselsburg, Falkenstein, Hirgenstein und Buigenwall, sowie Felsen und Höhlen wie Bindstein, Malerfels und Spitzbubenhöhle.

Das bekannteste Merkmal des Eselsburger Tals sind jedoch die „Steinernen Jungfrauen“, zwei schlanke Felsnadeln, um deren Entstehung es eine schöne Sage gibt.

Auf dem Felskopf des Bindstein ist früher ein Wachturm gestanden, dessen Erdgeschoss, heute noch erkennbar, aus dem Felsen gehauen wurde. Zum Schutz seltener Brutvögel müssen die meisten Felsen – zumindest zeitweise – für das Klettern gesperrt werden.

 

Die Brenz hat ein außerordentlich geringes Gefälle: nur 73 m vom Quelltopf bis zur Donau. Im nährstoffreichen, träge dahin fließenden Brenzwasser gedeihen Wasserpflanzen wie Wasserstern und Berle im Übermaß. Einzig ein malerischer ehemaliger Flußarm wurde beim Bindstein erhalten und bei Eselsburg liegt ein kleiner Eisweiher nahe den "Steinernen Jungfrauen". Im dichten Uferröhricht der Brenz brüten Bläßhuhn, Teichhuhn und Stockente. Für Amphibien und Reptilien ist das Eselsburger Tal mit Abstand das wertvollste Gebiet im Kreis Heidenheim. Hier kommt der vom Aussterben bedrohte Laubfrosch vor, aber auch Bergmolch, Kammolch und Gelbbauchunke sind in den Tümpeln der Brenzaue zu Hause, Grasfrösche und Erdkröten laichen zu Hunderten. Wer Glück hat bekommt sogar eine schwimmende Ringelnatter zu Gesicht.


Nicht minder reichhaltig ist die Pflanzenwelt der Heiden. Bereits im März blüht die Küchenschelle in großer Zahl. Von Frühling bis Herbst sind Enzian zu bewundern. Weitere geschützte Arten sind Silberdistel und Träubelhyazinte.
Die vielfältigen Lebensräume im Eselsburger Tal ermöglichen das Brutvorkommen von über 80 Vogelarten. Die Hangwälder bieten ideale Brutplätze, während Wiesen und Schafweiden als Nahrungsgebiete dienen. Unter den seltenen Arten sind Sperber, Habicht, Rotmilan, Schwarzspecht und Kleinspecht. In lichten Waldteilen liegen die Lebensräume von Mittelspecht, Grünspecht und Grauspecht. Neuntöter und Dorngrasmücke leben in den offenen Fluren. Dohle und Kolkrabe brüten an den Felsen des Eselsburger Tals.

Für Wanderungen, Radtouren, Spaziergänge und zum Verweilen in unberührter Natur ist es geradezu ideal und wird von zahllosen Besuchern geschätzt.
Doch allein mit Worten läßt sich das Eselsburger Tal schwer beschreiben.
Deshalb:  Besuchen Sie es - es spricht für sich!

 

Mitten im romantischen Eselsburger Tal steht unser sagenumwobenes Naturdenkmal, die "Steinernern Jungfrauen". Nicht zuletzt der hohe Bekanntheitsgrad dieses markanten Felsengebildes hat dazu beigetragen, das "onsre Jongfraua" zum Wahrzeichen Herbrechtingens geworden sind.

Das Eselsburger Tal mit den Steinernen Jungfrauen

Bild vom Eseslburger Tal
Blick ins Eselsburger Tal mit den Wahrzeichen, die "Steinernen Jungfrauen"
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