
in unserem Stadtgebiet ist das Heimatmuseen beheimatet.
Wir sind sehr froh darüber, das engagierte Mitbürger diese Zeitzeugen für die Nachwelt erhalten und pflegen.
Sie finden das Heimatmuseum in der Eselsburger Straße.

Öffnungszeiten:
Im Sommerhalbjahr sonntags von 14 - 16 Uhr
Für Gruppen gibt es Sonderführungen - auch außerhalb der Öffnungszeiten
Anmeldung unter Tel.: 07324 / 4 15 22 (Gerhard Krämer)

Am Ende des Eselsburger Tals liegt malerisch die 1799 errichtete ehemalige Sägemühle.
Seit 1984 beherbergt sie das Heimatmuseum, das dem Besucher ein vollständiges und abgerundetes Bild des Lebens von vor etwa 150 Jahren in Herbrechtingen und ähnlichen meist armen Dörfern der Ostalb bietet.
Man fühlt sich in jene alten Zeiten zurückversetzt, so als könnten die Bewohner jederzeit von der Feldarbeit heimkehren.
Im Erdgeschoss befinden sich die Stube, die Küche und die Schlafkammer. Betritt man die Stube, so kann man sich leicht vorstellen, wie der Bauer auf dem Einzelstuhl den Vorsitz führte, während die Familienmitglieder und das Gesinde auf dem "langen Stuhl" saßen. Weitere Möbel und Gebrauchsgegenstände runden das Bild ab; das Prunkstück ist aber der wunderbare Stufenofen, der auch heute noch beheizbar ist.

Auch in der Küche befindet sich nur originales Mobiliar; auffallend ist der "Kuchekaschda" mit einem interessanten Schließmechanismus.

Die Schlaf-"Kam'r" wird beherrscht von der "zwieschläfrigen" Bettlade; Stroh- oder Laubsäcke dienten als Matratzen.
Einen umfassenden Einblick in die Arbeitswelt der Hausbewohner geben die Schusterwerkstatt sowie die Räume des Kellergeschosses. Neben vielem bäuerlichen und handwerklichen Arbeitsgerät gibt es hier eine Waschküche und ein Mostkeller - den Schwerpunkt bietet aber die Flachsaufbereitung und -verarbeitung. Vor 150 Jahren waren in Herbrechtingen rund 120 Weber registriert, die ihre Arbeit vorwiegend in der "Donk" verrichteten, einem dunklen und feuchten Raum unter der Küche. War das auch ungesund für die Menschen, wichtiger war, dass hier unten der Flachs etwas feucht blieb und daher besser zu verarbeiten war: "gute alte Zeit"?