
Mittwoch, 25. April, 20 Uhr, VVK 8.- / AK 11.- Euro
Thea Dorn liest aus „Die deutsche Seele“
So ein Buch hat es noch nicht gegeben. Liebevoll und kritisch, kenntnisreich und ohne Berührungsängste, wird erkundet, was das eigentlich ist, die deutsche Seele. Dorn spürt sie auf in so unterschiedlichen Begriffen wie »Abendbrot« und »Wanderlust«, »Männerchor« und »Fahrvergnügen«, »Abgrund« und »Zerrissenheit«. In sechzig Kapiteln entsteht auf diese Weise eine tiefgründige und facettenreiche Kulturgeschichte des Deutschen.
Alle Debatten über Deutschland landen am selben Punkt im Abseits: Darf man das überhaupt öffentlich sagen, etwas sei »deutsch« oder »typisch deutsch«? Kann man sich mit dem Deutschsein heute endlich versöhnen? Man muss es sogar, meinen Thea Dorn und Richard Wagner. Sie verspüren eine große Sehnsucht danach, das eigene Land wirklich kennen zu lernen, und machen Inventur in den Beständen der deutschen Seele. Ihr Buch ist eine erkenntnisreiche und unterhaltsame Reise an die Wurzeln unseres nationalen Erbes und geht durchaus ans Eingemachte. Diese »Liebeserklärung« ist ein sinnliches, reich bebildertes Buch, das die deutsche Seele einmal nicht seziert, sondern sie anspricht.
Thea Dorn, geboren 1970 bei Frankfurt am Main, machte eine Ausbildung in klassischem Gesang. Anschließend wandte sie sich dem Studium der Philosophie und Theaterwissenschaft zu. Schon mit 24 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Berliner Aufklärung«, für den sie den Raymond-Chandler-Preis erhielt. Ihr dritter Roman »Die Hirnkönigin« wurde mit dem »Deutschen Krimipreis« ausgezeichnet. U.a. schrieb sie auch ein Drehbuch für den »Tatort«. Seit Oktober 2004 moderiert sie den Bücher-Talk-Sendung »Literatur im Foyer« im SWR und seit Januar 2008 den ARTE-Kulturtalk »Paris-Berlin. Die Debatte«. Thea Dorn lebt als freie Autorin in Berlin.