Kulturzentrum Kloster

Im heutigen Kulturzentrum Kloster sind verschiedene Einrichtungen der Stadt Herbrechtingen untergebracht und erfüllen die historischen Mauern mit neuem Leben:
Ein sehr wechselhaftes Schicksal erfuhr das Kloster Herbrechtingen in seiner mehr als 1220-jährigen Geschichte. Jahrhunderte als Kloster und später im Zeitalter der Industrialisierung als Spinnereibetrieb genutzt, wurde im September 2002 mit der Eröffnung des neuen Kulturzentrums Kloster das dritte Kapitel des Klosters aufgeschlagen.
In seiner ursprünglich Aufgabe als Zentrum für Bildung und Kommunikation kommt es nunmehr allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Herbrechtingen und der gesamten Umgebung zu Gute.
Klostergeschichte
Eine bewegte Geschichte...
vor dem Jahr 1000
11. bis 16. Jahrhundert
1171
Umwandlung durch Stauferkaiser Friedrich Barbarossa in ein Augustiner-Chorherrenstift mit großzügigen Schenkungen.
1279
Erste Plünderung des Stifts durch die Giengener (Nachbarstadt) im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen dem Probst und dem aktuellen Lehnsherrn Graf Ulrich II. von Helfenstein. Als Sühne erhält Herbrechtingen Steuer– und Zollerleichterungen in der Stadt Giengen.
1449
Zweite Plünderung durch die Giengener. Die Plünderer werden vom Papst nach Rom zitiert und müssen Entschädigung entrichten.
1519
Erneute Plünderung, dieses Mal durch Truppen des Schwäbischen Bundes.
1536
Herzog Ulrich von Württemberg erhält die Herrschaft, hebt nach mehreren Machtwechseln das Augustinerstift auf und wandelt das Anwesen zu einem evangelischen Klosteramt um (1556). Eine neue Klosterordnung wird eingeführt.
17. bis 19. Jahrhundert
1633
Plünderung durch die Schweden im dreißigjährigen Krieg.
1634
Plünderung nach verlorener Schlacht der Protestanten bei Nördlingen. Bayern erhält Herrschaft über die Region. Rekatholisierung wird eingeleitet.
1648
Ende des dreißigjährigen Krieges. Das Stift kommt an Württemberg zurück und wird wieder protestantisch. Die Augustinermönche verlassen endgültig Herbrechtingen. Von den ehemals 151 Häusern der Ortschaft stehen noch 40.
1806
Nach weiteren Plünderungen im Zuge des spanischen Erbfolgekrieges und dem Reichsdeputationsbeschluss Napoleons wird das Klosteramt aufgelöst. Ein Jahr später stehen die Klostergebäude leer.
1830
Kauf durch Ludwig von Hartmann, der eine Baumwollspinnerei einrichtete.
1843
Kauf eines Gebäudes durch die Kinderrettungsanstalt Nattheim. Wird 1945 ein ev. Kindergärtnerinnenseminar und ist heute eine evangelische Fachschule für Sozialpädagogik.
20. Jahrhundert bis heute
Restaurant und Räumlichkeiten
Das Restaurant Hirschbachkeller, welches sich im Gewölbe der Propstei befindet, bietet kulinarische Genüsse nach Wahl. Der kleine Bach, den einstmals die Mönche von der Brenz abzweigten und - heute noch eine Besonderheit - längs statt quer unter dem Kloster durchlaufen ließen, gibt dem von stimmungsvollem Gewölbe umgebenen Lokal seinen Namen und verleiht ihm gleichzeitig seine Originalität. Die einstige Wasserversorgung für das Kloster plätschert nun in den gastlichen Räumen als natürliches Accessoire.
Sehr beliebt und viel besucht ist auch der dazugehörige Biergarten, der einen umfassenden Blick auf den Klostergarten bietet.
Die mietbaren Säle im Kloster: Kleiner Saal, Karl Saal und Parlatorium bieten ein angenehmes und einzigartiges Ambiente für Veranstaltungen. Hochzeiten, Jubiläen und Feste aller Art, Konzerte, Lesungen und Vorträge, Tagungen, Seminare und Versammlungen finden hier den entsprechenden Rahmen.
Sie können die Bewirtung Ihrer Veranstaltung einem Caterer Ihrer Wahl überlassen. Der von Ihnen beauftragte Caterer muss in der Lage sein, das benötigte Equipment mitzubringen und ungereinigt wieder mitzunehmen. Im Karlsaal sowie im Parlatorium steht eine kleine Vorbereitungsküche zur Verfügung.
Virtueller Klosterrundgang
Sie Interessieren sich für unser Kulturzentrum?
Möchten sich einen Eindruck von der Räumen und der herrlichen Architektur verschaffen?
Dann bieten wir Ihnen neben unseren regelmässig stattfindenden Klosterführungen
hier einen virtuellen Rundgang durch unser Kloster an.
Wir wünschen Ihnen viele interessante Eindrücke von unserem Kulturzentrum!
Parkmöglichkeiten rund ums Kloster
In unten abgebildetem Plan haben wir die Parkmöglichkeiten rund ums Kloster aufgezeichnet.
Die Kongresskarten für die Rathaus-Tiefgarage in der Pfarrstraße können bei der TWH Herbrechtingen erworben werden.









